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Entlang des Rio Uruguay,
Colon,
Gualeguaychu (Arg.),
Paysandu (Ur.)
Alaaf!

Hat Sinn, keine Sorge! Aber der Reihe nach. Wir sind an den Rio Uruguay gefahren, um mal ins Nachbarland zu schauen. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass wir in eine der ehemals wohlhabendsten Regionen Latainamerikas kamen. Am Rio hier liessen sich beidseitig die reichen Haciendabesitzer und der ganze Schmeiss, welcher das Land ausbluten liess, nieder, da hier die Produkte ideal auf dem Flussweg nach Buenos Aires zum Hafen verschifft werden konnten. Aus dieser Elite gingen die wichtigsten Wiederstandsbewegungen gegen Monarchie in Argentinien im Speziellen und Spanien im Allgemeinen hervor. Natuerlich nicht um Freiheit und Gerechtigkeit zu schaffen, sondern um die Abhaengigkeit und die damit verbundenen Tribute an Spanien und das argentinische Koenigshaus abzuschaffen.

Dafuer sind die Staedte hier reich an kolonialem Baustiel und ein kleiner Ersatz fuer Cordoba.
Meine Lieblingsstadt und unsere erste Destination war Colon. Klein, unertraeglich heiss aber mit schoenen ruhigen Strassenzuegen und einem Wahnsinnslokal, in dem ich das nunmehr wirklich beste Essen hatte, bisher!
Angekommen checkten wir auf dem Campingplatz ein und Christina war dran mit Verdauungstoerungen. Auf meine Bemerkung, dass das heute wohl kein ereignissreicher Tag werden wuerde, erwiederte sie: "Doch, Ich glaub' ich muss gleich brechen!"
Sie hat sich aber zurueckgehalten.
Nach einem Tag in Gualeguaychu, wo wir Karten fuer den Carneval organisierten (halt' die Fresse, dat war kein Spass), erreichten wir einen weiteren Tag spaeter die Grenze und betraten Uruk-Hai. Paysandu ist echt 'ne Reise wert, auch wenn das kein weisser Tourist zu wissen scheint, ausser Christina. Viele tolle Gebaeude, an denen ich ihre erdgeschoessige Konzeption sehr schaetze. Christina hat sich an diesem Tag erneut als qualifizierte Tierphotografin bewiesen. Kolibris sind sicherlich nicht die exotischsten Tiere, denen wir auf unserer Reise begegneten, aber sie zu fotographieren, und v.a. sie so zu fotographieren, wie Christina es geschafft hat, ist eine echte Kunst und erforderte auch die entsprechende Geduld. Hier daher, unueblicher Weise, ein direkter Link: http://www.flickr.com/photos/cmanecke/page3/ . Der Link ist solange aktuell, bis sie neue Photos reinlaedt, dann einfach ein bisschen Blaettern, da sich die Seiten nach Hinten verschieben.

Jetzt sind wir wieder in Gualeguaychu, wo der groesste Carneval des Landes stattfindet, nach Rio und Salvador einer der Besten hier auf dem Kontinent. Nachdem wir so schlau waren, die Tickets zu reservieren, haetten wir dieser Geisteshaltung treu bleiben und Selbiges mit einem Hostel tun sollen. Ham' wa aba net und so kamen wir an und verbrachten 2 Stunden damit, von allen Hostels und Hotels weggeschickt zu werden, es waren echt viele, dabei hat es geregnet und wir haben trotzdem noch geschwitzt, weil's natuerlich weiterhin zu warm war. Lustig war unser erster Remise-Fahrer, der, als er herausfand, wo wir her kamen, "Hitte, Hitte" durch's Auto schrie. Als er dann 2 Pesos Trinkgeld erhielt wurde uns auch klar, was er damit wohl gemeint haben koennte, da er sich akkurat mit erhobenem ausgestrecktem rechten Arm altdeutsch von uns verabschiedetet.
Hitte hittel...
Als wir uns dann wieder fuer den Campingplatz entschieden, was wegen der Muecken eigentlich keine Alternative war, befanden wir uns in der Gesellschaft von 2000 oder mehr feiernden argentinischen Jugendlichen, die echt einen Schuss am Rad haben! 5 Uhr nachts war noch nicht Schluss, ueberall Musik, Gegroehle und gegenseitig abschaetzende Blicke. Als es dann etwas ruhiger wurde, geschah etwas Seltsames: aus irgendeinem undurchsichtigen Grund wollte Christina es dem gesamten Campingplatz schoen heimzahlen und begann im Zelt aus vollem Hals Lieder, die sie auf ihrem Mp3-Player hoerte, mitzukraehen. Nicht dass es nicht schoen war, aber es war auch laut und getanzt hat sie auch dazu, im Liegen!
Wer denkt, ich haette geschlafen, mag zusaetzlich noch auf den Schwarm Muecken und die unaushaltbare Daemmse im Zelt hingewiesen sein, um seinen Irrtum einzusehen.
Mal sehen, ob sich der ganze Schrumms lohnt, heute abend geht's ab und Christina freut sich, wie sie mir soeben mitteilte, wie bekloppt!
Na Hallamanach!
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noch Cordoba, Blick vom Hosteldach
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HipHop genug, E-Bro?! Fuer die...
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Selbstportrait
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Innenstadt von Gualeguychu
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as well
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Strandpromenade in G.
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bekanntes Haus hier
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Promenade i.d. Innenstadt
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Ich find' da beisst sich was...
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