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China
www.flickr.com/cmanecke
still the best source for gutpigs. Aber wenn wir schon mal in China sind, dann muessen doch ein paar Fotos her. Es ist hier viel voller als die Fotos vermuten lassen. Wenn man alle Pro's und Kontras dieses Abschnittes unserer Reise gegeneinanderstellen taete, kaeme folgendes bei rum: Viel Exotik, dennoch ist China stressig, reiche Kultur aber im Endeeffekt vor allem grau und die Natur ist nie die exorbitant hohen Eintrittspreise wert. Was bleibt ist eben dies: zuviele dummgefickte, gleichgeschaltete, ignorante, spuckende, ruecksichstlose und flachgeistige Menschen.
Aber reisen ist was Anderes als leben, auch wenn leben viel reisen sein sollte... however, gut hier zu sein.


Wir sind nun in China, diesem sagenhaften, aufregenden, exotischen Land in dem alles so voellig anders ist und aus dem jeder von Grund auf fasziniert wiederkehrt!
Japp, dann fang ich mal an...
Zuerst ist da die unmenschliche Huerde des Eintritts. Wenn man das alles von Deutschland aus bucht, mit Hin- und Wegflug nach und aus China, sollte es kein Problem sein. Allerdings hat man sowas nunmal nicht, wenn der Rueckflug aus Bangkok geht. Natuerlich braucht mann noch eine Hotelbuchung oder aber die Einladung eines Freundes samt Kopie dessen Passes + Aufenthaltsberechtigung. Dazu kommen diverse zu erwerbende Permits fuer alle moeglichen autonomen Regionen und Distrikte, alles in allem aeusserst individualreiseunfreundlich. Was auch nervt ist die unueberschaubare Situation an allen Zug- und Busbahnhoefen, in China befinden sich jede Sekunde ca. 10 Mio Menschen im Zug, folglich geht es an den Fahrkartenschaltern ums blosse Ueberleben, hinten anstellen kennt hier keiner. Ausserdem sind alle Reiseziele, -zeiten und Preise in chinesisch angeschrieben! Klingt komisch, is aber so! Macht wenig Spass, weil es gibt einfach viel zu viele Zeichen um die alle zu kennen, also keine Chance den Plaenen irgendetwas zu entnehmen.
So, die eben dargestellten Situationskonstelationen sind das Salz in der Suppe des Backpackerlebens und im Bedarfsfalle sogar erwuenscht, damit man sich schoen beweisen kann und am Ende mit der Fahrt in eine atemberaubende Destination belohnt wird. Jaha, atem()raubend. Hier isses ganz schoen dreckig! Gut, das wusste man aber vorher. Jetzt wird's konkreter!
In China ist alles voller Millionenstaedte, die man moeglichst umgeht, da sie Verkehrschaos, Menschenmassen und Stress garantieren. Wenn man nun aber in eines dieser Traumziele will, muss man wohl oder uebel in die Provinzhauptstadt reisen, von dort in die dem Ziel naechstgelegene Grossstadt und dann eventuell, wenn man Glueck hat, nur noch einmal umsteigen. Das heisst mindestens dreimal Transit, also mit allem Gepaeck an schwachsinnig-schreienden Menschenhaufen zum Ticketschalter Infos erfragen, die man nicht versteht und auf eine Verbindung innerhalb der naechsten Stunden hoffen und wenn man richtig gut dran ist, darf man auch noch ne Nacht in der gesichtslosen Supercitiy verbringen, da der naechste Zug erst einen Tag spaeter wieder faehrt. Staedte hier sind eine Hybris, ehrlich. Wenn man dann aber endlich angekommen ist, darf man fuer alles zahlen. Jeder Park, jedes Dorf, jeder See, jeder Tempel der noch ein bisschen an das vom industriellen Massenkonsum unvergewaltigte China erinnern koennte, wird bis zur Besinnungslosigkeit von diesem idealoekonomischen Volk ausgeschlachtet. Tut richtig gut.
Wenn's das nun wenigstens alles seine Berechtigung haette. Saemtliche Huerden genommen erwartet man nun im Angesicht des schlussendlich doch noch erreichten Zieles naiverweise etwas so ganz und gar aussergewoehnliches, dass man sich ruhigen Gewissens einreden kann, es sei den ganzen distinktiven Bockmist auch wert gewesen. Schnoeder Traum eines in rosa Zuckerwatte gepackten Plueschbaerchens, welches auf einer Pusteblume sitzend die Schmetterlinge und Kobolde friedlich in den Schlaf singt. MUUH!
Es is' hier einfach nicht so schoen. Ich meine, es is' schon toll und so, aber wenn man vorher woanders war, also ein gewisses aestethisches Level gewohnt ist, dann isses hier einfach doch nicht so toll... auf meiner persoenlichen Skala hab ich noch nichts gesehen, was mehr als 'ne 5 waere (ueblicherweise gehen genormte und staatlich geeichte Skalen bis 10...). Yup, also wofuer der ganze Spass? Genau, es gibt eh zuviele Antworten...
Das Allerschlimmste kommt aber noch.
Zum Einen ist man nie nirgendwo allein, es gibt immer unzaehlige Horden diffus umherwimmelnder Chinesentouristen, weil denen irgendeiner gesagt haben muss, dass das Land so sagenhaft ist und ueberhaupt, was ein guter Chinese sein will, der muss schon mindestens mal uebrall hier gewesen sein. Es ist schlicht und ergreifend immer alles so voller Leute, dass man auf den steilsten Bergpfaden in der Schlange laufen muss. Kommt meiner Vorstellung vom Limbus schon ziemlich nahe. Was aber fuer mich voellig ausreichen wuerde, dieses an Kultur unsagbar reiche Land nie wieder mit meiner Anwesenheit zu belasten, ist die schiere Tatsache, dass man hier nie den Himmel sieht.

Ernsthaft, keine Uebertreibung. Ich hab noch nie wirklich sicher feststellen koennen, dass deren Himmel hier auch blau ist. Entweder er ist voellig in Smog gehuellt oder aber in Wolken, nur nicht in Cumulus Nimbuesse oder in diese suessen niedlichen Schaefchenwolkis, nein, es ist stets ein nebuloeser, dem Wasserdampf verwanter Dichtmist, der die Sonne verhuellt. Seelenlos. Irgendwie generiert dieser substanzlose stupide Dampf eine ziemlich passende Metapher fuer das Land. Auf rational determinierte Pflichterfuellung hin gleichgeschaltet darf der Tourist, gleich einer zur Abfertigung gekarrten Leerkonserve, stumpfsinnig den von der chinesischen Tourismussklaverei vorgekauten Sightseeingbockmistes schlucken, mal kurz aussteigen, "OOOH" sagen, grenzdebil in die Kamera grinsen und sich freuen, wie aufregend hier alles ist. Und weiter geht's zum naechsten Highlight. Ich war noch nie ein Verteidiger der absoluten persoenlichen Freiheit oder eines uebertriebenen Individualismus, dafuer ist mein Vertrauen in die menschliche Selbstsucht zu stark, aber so wie hier darf es auch nie werden.
Was bleibt noch? China is nicht scheisse! Es ist interessant, anders und kulturell, aber wenn man sich mal eine echte Reise goennen will, wuesste ich auf den Schlag 20 Laender, die es mehr wert waeren. Hier isses sicher nicht schlecht, wenn man aus irgendwelchen Gruenden ein Jahr hier verbringen muss, weil man dann in ein voellig anderes Dasein eintaucht und mal mitbekommt, wie eingeschraenkt der eigene Realisationsapperat so ist. Wenn man dann hin und wieder eine Stippvisite an einen der unzaehligen Touristenorte durchzieht, ist es bestimmt schoen. Aber nicht, wenn man NUR reist, dann ist es stressig und unbefriedigend. Aber freundlich sind die Leute hier.

Es ist gut, hier zu sein, ein weiterer Eindruck, aber es ist nichts, auf das man nicht verzichten koennte...
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Strasse in Hong Kong
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Sinfonie of lights in der duemmsten...
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der Tempel in Xiamen
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hihi, lustig...
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botanischer Xiamengarten
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Ententeich im botanischen Garten...
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verrueckte Kerls!
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deprimierende Endzeitstimmung
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wir ettiketierten uns
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